Bob der Streuner / James Bowen *****

 

James Bowen verbrachte seine Kindheit in England beim Vater und dann zum größten Teil bei seiner Mutter in Australien. Durch ständige Umzüge hat er nie Freunde gefunden und geht, ohne Schulabschluss, zurück nach London um Musik zu machen und dabei groß herauszukommen.
Er scheitert, wird Drogensüchtig und lebt über zehn Jahre auf der Straße, bis er ganz unten angekommen ist. Um von den Drogen los zu kommen beginnt er mit dem Methadon Programm und er bekommt endlich eine Sozialwohnung. Mit Straßenmusik hält er sich mehr schlecht als recht über Wasser und niemand schenkt ihm Beachtung.
Dies ändert sich schlagartig als eine verwahrloste, ausgehungerte Katze bei ihm im Treppenhaus sitzt und er sie mit zu sich nimmt und sie aufpäppelt.
Er nimmt Bob mit zu seinen Plätzen, an denen er Straßenmusik macht. Dabei macht er eine ganz neue Erfahrung, die Menschen nehmen ihn wahr, alle sind entzückt von der süßen Katze. James verdient auf einmal das dreifache weil die Leute stehen bleiben um den niedlichen Bob zu streicheln.
James lebt auf, und ist glücklich das er jemanden hat, für den er Verantwortung übernehmen muss. Er wirkt gefestigter und beschließt endgültig von den Drogen weg zu kommen und macht den schweren Entzug vom Methadon durch.
Fazit
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, der Schreibstil war sehr flüssig und das Buch hat sich schnell lesen lassen.
James kam, meiner Meinung nach, in dem Buch sympathischer rüber, als er es in Wirklichkeit ist. Er hat allen und allem die Schuld an seinem Scheitern gegeben, nur bei sich hat er nicht nach Fehlern gesucht.
Erst durch Bob und den festen Willen von den Drogen weg zu kommen, beginnt er die Welt so zu sehen wie sie wirklich ist und dass er einen großen Anteil an seinem Scheitern trägt.
Ein lesenswertes Buch, welches dem Leser deutlich macht wie schnell jemand ganz unten ankommen kann, und wie schwer es ist ,wieder aufzusteigen. Nach dem lesen werden hoffentlich viele anders über Obdachlose denken und sie nicht einfach nur verurteilen.
James kann man nur wünschen das er begriffen hat das ein Leben ohne Drogen lebenswerter ist und das er es mit den Einnahmen aus dem Buch schafft dauerhaft von der Sozialhilfe los zu kommen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *