Lotta Wundertüte / Sandra Roth *****

 

Harry und Sandra Roth haben einen kleine Sohn , Ben, als Sandra wieder schwanger ist. Sie freuen sich sehr auf ihr Mädchen und dann kommt im 9. Monat der Schock.. Beim Ultraschall ist zu erkennen, dass das Gehirn nicht mit Blut versorgt wird, das Kind wird behindert zur Welt kommen. Wie schwer die Behinderung sein wird kann keiner der Ärzte sagen und dennoch entscheiden sich die werdenden Eltern das Kind zu bekommen.
Kurz nach der Entbindung kommt es zu einer ersten Operation am Kopf, Adern werden verschlossen damit das Blut den richtigen Weg zum Gehirn nimmt. Danach scheint erst einmal alles ganz normal zu sein, bis die ersten Auffälligkeiten auftreten. Lotta krampft, schreit fast ständig, und sie ist blind. Als wenn dies nicht genug wäre, bekommt sie auch noch Anfälle. Die neue Diagnose lautet Epilepsie .
Sandra Roth beschreibt ihren Alltag mit einem schwer behinderten Kind, wie sie anfangs bei anderen versuchen die Behinderung herunter zu spielen und von einer Entwicklungsstörung sprechen. Wie schwer es ist ein gesundes Geschwisterkind mit in den Tagesablauf zu integrieren, damit auch Ben nicht zu kurz kommt. Ständig sind sie den Blicken der anderen ausgesetzt und müssen sich die Frage anhören ob man da nicht etwas hätte tun können. Müssen sich Eltern für ein behindertes Kind rechtfertigen? Sandra Roth sieht jeden kleinen Fortschritt den Lotta macht, andere sehen nur was sie nicht kann. Nach und nach lernen die Eltern klar zu der Behinderung zu stehen und nehmen auch das B- Wort (behindert) in den Mund. Es ist kaum zu glauben welche Steine auf Seiten der Krankenkasse in den Weg gelegt werden, um alles müssen die Eltern lange betteln, damit es wenigstens einen Zuschuss für lebensnotwendige Mittel gibt.
Ein Buch das jeder lesen sollte, in der Hoffnung dadurch einen anderen Blickwinkel in Bezug auf Behinderung zu bekommen. Es stellt sich danach nicht mehr die Frage ob o ein Leben überhaupt lebenswert ist, ein kleines Lächeln von Lotta entschädigt für vieles, auf das die Eltern verzichten müssen. Wie soll es möglich sein, so ein Kind nicht zu lieben?

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