Lavat – Gefährliche Liebe / Stephan Klemann 4,5 Sterne

 

Rashno braucht lange bis er sich eingesteht das er homosexuell ist. Erst als sein Freund Hamid ihn darauf anspricht und seine Eltern ihn zwangsverheiraten wollen, gesteht er sich sein schwul sein ein und erklärt sich seinen Eltern. Da gleichgeschlechtliche Liebe im Iran verboten ist und darauf die Todesstrafe steht, ist sein Vater in seiner Ehre verletzt und misshandelt Rashno auf schlimmste.
Rashno flieht zu seinem Freund Hamid um mit ihm zusammen zu leben. Sie haben eine schöne Zeit bis die Religionspolizei vor der Tür steht und beide verhaftet. Im Gefängnis werden sie gefoltert und gequält……. mehr möchte ich nicht verraten.
Es ist eine fiktive Geschichte, die aber im Iran tausendfach so geschieht., daher ist das Buch auch zwei jungen Männern gewidmet die auf Grund ihrer Homosexualität hingerichtet wurden.
Die Geschichte hat mich, sehr betroffen gemacht, Stephan Klemann ist es gelungen alles so realistisch zu schildern das es mir eine Gänsehaut bereitet hat.
Zu Beginn hat man sehr deutlich die Zerrissenheit von Rashno gespürt. Welche Ängste muss er ausgehalten haben sich zu Offenbahren?
Von den Misshandlungen zu lesen, war nur schwer zu ertragen. Man sollte nicht denken dass so etwas in diesem Jahrtausend noch möglich ist.
Wer dieses Buch liest, sollte sich darauf einstellen dass es sich nicht um eine Liebesgeschichte mit ein paar Hindernissen handelt, der Schreibstil des Autors zieht einen tief in die Geschichte hinein und lässt den Leser mitleiden.
Am Ende gelingt Rashno die Flucht nach Deutschland und dieser Teil war mir dann ein wenig zu glatt, da hätte ich gerne von ein paar Schwierigkeiten gelesen. Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab, auch wenn man das Buch ansonsten nicht besser hätte schreiben können.

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