Paul ist tot / Regine Schneider *****

Für ihr Buch “Paul ist tot” hat Regine Schneider überwiegend junge Witwen befragt wie ihre Trauerbewältigung ausgesehen hat. So wie es viele verschiedene Menschen gibt, gibt es auch unzählige Varianten um mit der Trauer um einen geliebten (oder auch nicht geliebten) Partners fertig zu werden.
In 25 Kapiteln lässt sie Witwen schildern, wie ihr Partner ums Leben gekommen ist, und wie sie es geschafft haben in ein normales Leben zurück zu finden.
Keine Angst, es ist kein Buch das nur trauriges vermittelt, hin und wieder muss man sogar schmunzeln.
Die einzelnen Kapitel sind alle unter 10 Seiten und bringen die jeweilige Geschichte auf den Punkt, ohne zu schönen, aber auch ohne Effekthascherei.
Was mir sehr gut gefallen hat war, das es am Ende einer jeden Geschichte, eine kurze Information zu Bereichen die zum Ableben gehören, gegeben hat. Das waren z.B. Die diversen Bestattungsarten, Trauerphasen, palliativ Stationen, Hospitze, Trauerreisen und Granny Au-Pair.
Auch dies wurde alles kurz und sachlich erklärt, Wichtiges wurde auf den Punkt gebracht. Ich fand die kurzen Abschnitte sehr informativ und habe dabei noch neues erfahren.
2012 gab es in Deutschland knapp 350.000 neu verwitwete, die allermeisten werden nur kurzfristig von der Gesellschaft als Witwen wahrgenommen, dann geht für die anderen das Leben weiter als sei nichts geschehen. Witwen werden oft an den Rand der Gesellschaft gedrängt und sollen so weiterfunktionieren als sei der geliebte Partner noch da.
Dieses Buch kann helfen zu verstehen was in Hinterbliebenen vor sich geht und nimmt ein wenig die Angst sich mit Trauer und Tod zu beschäftigen. Zwangsläufig ist irgendwann jeder betroffen, der Tod ist so sicher wie das Leben.
Ich fand es Buch sehr kurzweilig und kann es nur jedem empfehlen.

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