Eine Handvoll Leben -Meine Kindheit im Gulag / Monika Dahlhoff 5/5

Während des zweiten Weltkriegs dringen russische Soldaten auf den Hof von Monikas Großeltern ein und erschießen beide. Die kleine, vier jährige Monika muss alles mit ansehen und wird von den Soldaten verschleppt. Zusammen mit anderen Kindern wird sie nach Russland in einen Gulag gebracht, wo sie unvorstellbar grausames erleben. Sie leiden entsetzlichen Hunger, leben in ärmlichsten Verhältnissen und sind der Kälte ausgesetzt. Einige werden von den Soldaten vergewaltigt und viele werden erschossen.
Sie müssen dort bis zum Ende des Krieges ausharren bis sie endlich befreit und in eine Kinderheim gebracht werden. Monika hat Glück und wird von einer Pflegefamilie aufgenommen. Der glückliche Zustand dauert aber nicht lange an denn der Pflegevater ist äußerst gewalttätig und Monika wird für die kleinesten Vergehen hart bestraft.
Dann meldet sich plötzlich ihr Onkel und bringt sie zurück zu ihrer Mutter, die inzwischen wieder verheiratet ist. Auch hier setzt sich der Schrecken fort…..
Es ist unvorstellbar welche Grausamkeiten Menschen aushalten müssen und welche Stärke sie besitzen um dies alles zu überleben und nicht daran zu zerbrechen. Auf eindringliche Weise hat Monika Dahlhoff ihr Leben geschildert, das mir immer wieder Tränen in die Augen getrieben hat. Die Realität kann oft sehr viel grausamer sein als es die Fantasy jemals vermag.
Alles wurde authentisch geschildert und versetzt den Leser in eine Zeit von der man nur hoffen kann das so etwas nie wieder geschieht.
Von mir gibt es die volle Punktzahl für dieses bewegende Sachbuch.

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