Mord im Lichthof von Andreas Kimmelmann *****

 

Alwin Eichhorn hat seinen ersten Arbeitstag nach seinem Jurastudium in einer Münchner Kanzlei und bekommt gleich einen Mordfall zugewiesen, bei dem er die Pflichtverteidigung für einen Studenten übernehmen soll.
An der Münchner Uni wurde ein Student unter den Blicken von vielen Augenzeugen getötet. Der Fall scheint klar. Je weiter Eichhorn sich jedoch mit dem Fall beschäftigt, desto mehr Unklarheiten tauchen auf. War am Ende etwa alles ganz anders?

Der Autor und Jurist Andreas Kimmelmann erzählt diesen spannenden Kriminalroman einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Die Beweise werden nicht durch die Polizei erbracht, sie ergeben sich aus der Verteidigungsarbeit für seinen Mandanten. diese Idee ist für mich neu und hat mir sehr gut gefallen.
Kimmelmann hat einen flüssigen Schreibstil, gewürzt mit einer Prise Humor. Seine Figuren wurde sehr gut charakterisiert, sie hatten alle ihre positiven und negativen Seiten. Insbesondere Alwin war mir sehr sympathisch, er hatte seine Ecken und Kanten, hat aber zu seinen Anfängerfehlern gestanden.
Bei allen Beschreibungen stand immer der Mordfall im Vordergrund, die Spannung hat sich mit jeder Seite gesteigert. Geschickt baut der Autor Wendungen ein und führt die Leser auf eine falsche Spur.
Das Ende war dann überraschend, aber sehr gut nachvollziehbar. Ganz nebenbei hat man noch einiges über die Arbeitsweise eines Anwalts erfahren, ohne das es den Anschein von Fachliteratur bekommen hat.
Der Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung und einen neuen Fall mit Alwin Eichhorn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *