Versteckt – Jack Ketchum **

Versteckt – Jack Ketchum **

Drei Jugendliche aus Boston verbringen ihren Sommerurlaub in Dead River und unternehmen dort viel mit dem einheimischen Dan.
In dem Ort ist nichts los und somit suchen die jungen Leute nach einem Kick und finden diesen in einem verlassenen Haus. Aus einem lustig gemeinten Versteckspiel wird blutiger Ernst.
“Versteckt” hat gerade mal 228 Seiten, davon hat der Autor gut 140 Seiten für die Einführung der Personen verwendet. Mäßig spannend, da vorhersehbar, wird es erst als die Jugendlichen endlich im Haus angekommen sind. Durch seinen bildhaften Schreibstil ist es Jack Ketchum gelungen eine leichte Gänsehaut beim Leser zu erzeugen.
Das Ende kommt schnell und ist wenig überzeugend. Ob die Einordnung in die Hardcore Reihe gerechtfertigt ist wage ich zu bezweifeln. Ketchum hat schon weitaus bessere Bücher geschrieben.
Der Tote am Lido *
Der deutsche Journalist Kaspar Lunau macht mit seiner Lebensgefährtin und deren Kindern Urlaub in Italien, als eine Leiche am Strand angespült wird. Da die Polizei nur verhalten ermittelt, beginnt Lunau mit der Recherche und gerät damit tief in die Machenschaften der Verbrecher. Die Tochter seiner Lebensgefährtin wird entführt, daraufhin trennt sich Sylvia von Kaspar, weil sie ihm die Schuld an der Entführung gibt.
Die Handlung über illegale Einwanderer, Geldwäsche und den Verkauf von Plagiaten wäre an sich ein spannendes und interessantes Thema. Leider wird jeglicher Spannungsaufbau durch Rückblicke auf den Vorgängerband, ein ständiges Hin und her springen der Handlung und den unmöglichen Schreibstil unterbunden.
Die Dialoge sind hölzern, die Protagonisten handeln ohne Gefühl, so dass ich zu niemandem eine Beziehung aufbauen konnte.
Ich konnte gar nicht mehr zählen wie oft Lunau denkt, diese ständige Wiederholung machte das lesen auch nicht gerade angenehmer.
Fremdwörter, wie z.B. konvulsivisch, stören den Lesefluss und die Ausdrucksweise fand ich einfach nur grausam.
Ich habe bis gut zur Hälfte des Buches durchgehalten, dann habe ich abgebrochen weil ich mich nur noch gequält habe und mir der Ausgang der Geschichte schließlich egal war.
Schade denn ich hatte mir von dem Buch wesentlich mehr erhofft, so bleibt es als eines der schlechtesten Bücher der letzten Jahre in Erinnerung.

 

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