Todestrieb / Nora Schwarz ****

 

An einem Laternenpfahl angekettet wird die übel zugerichtete Leiche des Skandalfotografen Sven Borke gefunden. Die hochschwangere Ehefrau reagiert ziemlich gelassen bei der Nachricht über seinen Tod.
Die Polizisten Hanna Mantolf und Tom Krohne beginnen mit ihren Ermittlungen und stellen schnell fest dass Borke auf Grund seiner menschenverachtenden Kunst viele Feinde hatte. Die Spuren führen in die SM Szene.
Immer wieder gibt es Rückblenden in denen über ein kleines Mädchen berichtet wird das von seinem Vater gedemütigt wird, während die Mutter teilnahmslos zuschaut.

Fazit
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Nora Schwarz, die früher selbst als Domina gearbeitet hat, führt den Leser tief in die Abgründe der SM Szene.
Das Ermittlerduo ist sehr unterschiedlich. Hanna ist eine hübsche, selbstbewusste Frau mit Geheimnissen, Tom ist eher der naive, zumindest tut er so.
Obwohl die Personen gut charakterisiert wurden, konnte ich mit niemandem im Roman richtig warm werden. Weder war mir jemand besonders sympathisch noch war mir jemand besonders unsympathisch. Hanna war mir zu unnahbar und Tom war mir einfach zu blass.
Das Geheimnis das Hanna umgibt war mir schnell klar, das hat mir einen Teil der Spannung genommen, auch wurden mir einige Szenen zu ausführlich beschrieben.
Mit Sven konnte ich kein Mitleid empfinden. Meiner Meinung nach hat er es nicht anders gewollt. Ich werde wohl nie verstehen was jemand an dieser Art Sex schön findet und nur Lust empfindet wenn er Schmerzen leidet.
Positiv sehe ich das dieser Krimi einen ganz anderen Hintergrund bedient hat, und sich somit von anderen Büchern dieses Genre abgrenzt.
Negativ aufgefallen ist mir dass das Buch sehr schlecht lektoriert wurde und sich zahlreiche Fehler finden lassen. Störend fand ich auch die sehr kleine Schrift und das es nur sehr wenige Absätze gab, dies hat das lesen anstrengend gemacht.
Ich vergebe vier Sterne weil ich der Meinung bin dass eine volle Punktzahl gegenüber anderen 5 Sterne Büchern ungerecht wäre.

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