Der Sandmann / Lars Keppler 3,5 Sterne



Der Sandmann ist der vierte Band um den Ermittler Joona Linna, der sich nahtlos an den Vorgängerband “Flammenkinder” anfügt.
Das erste Kapitel des Thrillers ist zugleich das letzte Kapitel aus Flammenkinder und anschließend gibt es über knapp 100 Seiten eine Zusammenfassung mit einigen Neuigkeiten, so dass auch neue Leser von Lars Keppler ohne Probleme in die Reihe einsteigen können.
Nachts wird an den Bahngleisen ein junger Mann aufgefunden, er ist schwach und geistig verwirrt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um den vor 13 Jahren entführen Mikael Frost handelt, bei dem man davon ausgegangen ist, dass er damals zusammen mit seiner Schwester ertrunken ist.
Nachdem Mikael berichtet dass sein Schwester noch am Leben ist, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.
Die Polizei geht davon aus, dass der seit 13 Jahren in Sicherheitsverwahrung eingesperrte Jurek Walter für die Tat verantwortlich ist, und schleust die Polizistin Saga als Patientin auf der Station ein. In ständiger Gefahr und unter Zeitdruck versucht sie das Vertrauen von Jurek zu erhalten um an Informationen zu gelangen.
Meinung
Der Sandmann war von Beginn an spannend und beschert dem Leser immer wieder eine Gänsehaut. Des Öfteren kommt es zu kleineren Logikfehlern, die man aber verzeihen kann, da sie für den Spannungsaufbau und die Geschichte erforderlich sind. Besonders der Ablauf in der Sicherheitsverwahrung war unglaubwürdig.
Sehr gut gefallen hat mir Saga, die viel Mut beweisen hat und eine starke Frau ist.
Joonas Bauchgefühl bringt die Ermittlungen voran und es kommt zu einem großen Showdown. Rasant und spannend aber leider gibt es immer mehr Ungereimtheiten bis hin zu größeren Fehlern, so dass das Ende nicht mehr glaubwürdig war. Bei einigen Episoden habe ich mich dabei erwischt wie ich beim lesen die Augen verdreht habe. Am Ende kommt es dann natürlich zu einem Cliffhanger, so dass man am liebsten gleich weiter lesen würde.
Wer gerne viel Action hat und es spannend mag, der ist mit diesem Krimi gut bedient denn ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Wer jedoch Wert auf Logik und Glaubwürdigkeit legt, der sollte lieber die Finger von dem Buch lassen.
Auf Grund des Spanungsaufbaus und der guten Charakterisierung der Protagonisten vergebe ich 3,5 Sterne, runde auf vier Sterne auf.

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