Das stumme Kind / Michael Thode 4,5/5

 

Kommissar Rolf Degenhard wird mit seinem Team zu einem Tatort gerufen. Der Kinderarzt Andreas Jost wurde mit mehreren Messerstichen in die Genitalien ermordet und zur gleichen Zeit ist seine autistische Tochter verschwunden. Noch in der gleichen Nacht wird Rechtsanwalt Thomas Wilke ebenfalls Opfer eines Mordes. An beiden Tatorten wurde das gleiche Messer sichergestellt, daher geht das Team von einem Zusammenhang der beiden Fälle aus. Bei beiden wird eine CD mit Kinderpornos gefunden. Führen die Ermittlungen in diese Szene? Mit diesem Buch hat Michael Thode ein überaus spannendes Debüt abgeliefert, das er nur schwer toppen können wird. Er hat einen tollen Schreibstil, der die Seiten nur so dahin hat fliegen lassen. Gekonnt wechseln die kurzen Kapitel zwischen der Ermittlungsarbeit und dem Leben der anderen Protagonisten, so dass man ständig versucht ist weiter zu lesen. Gut fand ich auch das zu Beginn jedes Kapitels eine Orts- und Zeitangabe vorhanden war. Geschickt werden immer wieder neue Fährten gelegt, aber als geübte Triller Leserin war mir schnell klar, wer hinter dem ganzen steckt, nur über das Motiv habe ich gegrübelt. Das Motiv, das erst ganz am Ende dargelegt wird, ist zwar für die Geschichte stimmig, aber ich fand es dennoch unglaubwürdig und daher ziehe ich einen halben Stern ab und vergebe 4,5 Sterne.

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