Die Entscheidung der Krähentochter – Oliver Becker *****

Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Teil um die Krähentochter Bernina. Auch ohne die beiden Vorgänger gelesen zu haben bin ich ohne Probleme in die Geschichte hinein gekommen.
Zur Zeit des 30 jährigen Kriegs lebt Bernina mit ihrem Mann Nils auf einem Gutshof im Schwarzwald. Abends, als Nils noch unterwegs ist, kommt ein Fremder auf den Hof und bittet um eine Übernachtungsmöglichkeit. Bernina nimmt ihn auf und als die morgens aufwacht, ist der Fremde verschwunden, und mit ihm die wertvolle Familienchronik.
Im Kamin findet sie Papierschnitzel, denen sie entnehmen kann, dass in Freiburg Bücher verkauft werden. Mit ihrem Knecht macht sie sich auf den Weg dorthin und gerät unversehens in Gefahr. Dann schließt sich auch noch der feindliche Ring um Freiburg und die Stadt ist eingekesselt.
Fazit
Dies war mein erster Roman von Oliver Becker und bestimmt nicht mein letzter. Er hat eine Art zu schreiben dass man sich als Leser mitten im Geschehen findet, sich alles bildhaft vorstellen kann, jedoch ohne sich in überflüssigen Details zu verlieren.
Auch die Sprache ist für einen historischen Roman ungewöhnlich modern, lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Bisher dachte ich immer diese alte Sprache ist bei historischen Romanen Pflicht, hier wurde ich eines besseren belehrt.
Die Protagonisten wurden sehr gut charakterisiert und die Handlung war sehr gut recherchiert. Beim lesen habe ich mich selbst in diese Zeit zurückversetzt gefühlt und habe mit Bernina mitgelitten.
Einziger Kritikpunkt ist, das Bernina und Nils ein wenig zu oft in gefährliche Situationen gekommen sind, aber nie ernsthaft Schaden erlitten haben.
Ich kann das Buch nur allen empfehlen die gerne historische Romane lesen.

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