Die Heilerin des Sultans / Silvia Stolzenburg *****

Nach dem Flammentod seiner Eltern führt Falk die Pferdezucht seines Vaters, mit Unterstützung des Verwalters Lutz, weiter. Eines Tages taucht sein Onkel Otto von Katzenstein auf, gibt sich als Freund und möchte in Wirklichkeit Lutz sein Erbe streitig machen. Inter dem Vorwand dein Reichtum zu mehren und im Orient Araberpferde zu kaufen lockt Otto den unerfahrenen Falk auf eine gefährliche Reise und verkauft ihn unterwegs an Piraten.
Zunächst scheint Ottos Plan aufzugehen, Falk wird an den Palast des Sultans Bayezid verkauft und dort zum Soldaten ausgebildet.
Nach einer schweren Verwundung kommt er ins Lazarett und wird dort von Sapphira gesund gepflegt. Die beiden verlieben sich, müssen ihre Liebe aber geheim halten da ihnen sonst die Todesstrafe droht.
Fazit
Eine überaus spannende Geschichte in deren Mittelpunkt nicht die Liebe von Falk und Sapphira steht. Sapphira, die als 15 jährige an den Hof des Sultans gekommen ist und dort als Heilerin ausgebildet wurde hat gleich meine Sympathie gewonnen. Als Leser duften wir sehr viel über die damalige Heilkunst erfahren. Das Leben im Palast wurde so bildhaft beschrieben dass man sich mitten im Geschehen gefühlt hat.
Mit gefiebert habe ich auch mit Falk und hätte ihn am liebsten am Hemdkragen gepackt weil er, wohl auf Grund seines Alters, so naiv war und sich von Otto so hat vereinnahmen lassen.
Die Kapitel wechseln zwischen Bursa und Ulm, bzw. Katzenstein und halten so die Spannung auf einem hohen Level.
Mein einziger Kritikpunkt ist das, meiner Meinung nach, zu abrupte Ende.
Hervorragend recherchiert ist “Die Heilerin des Sultans” nicht nur ein einfacher Unterhaltungsroman, man lernt , so ganz nebenbei, viel über den Orient.
Wer historische Romane mag sollte nicht an diesem Buch vorbei gehen. Einmal angefangen zu lesen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Besser kann man einen historischen Roman nicht schreiben.

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