Die verschollene Jungfrau – Dieter Buhrig *****

Im Lübecker St. Annenmuseum wird ein Restaurator damit beauftragt die vier Sandsteinfiguren der törichten Jungfrauen auf Schäden zu untersuchen. Besonders interessieren würde ihn aber wo die fünfte der törichten Jungfrauen abgeblieben ist.
In einer Arbeitspause setzt er sich ans Klavier und spielt eine Melodie von John Field, dabei erwachen die Jungfrauen zum Leben, und erzählen ihm ihre Geschichte.
Zur Zeit des Napoleonkrieges gründen fünf Frauen in Lübeck den Geheimbund der Nachtlilien. Alle fünf haben eine Begabung mit der sie sich selbst verwirklichen möchten und treten für Gleichberechtigung ein, eine für die damalige Zeit sehr mutige Vorgehensweise.
Ihre heimlichen Treffen finden immer nachts statt, bis durch einen Verrat der Bund auseinander bricht.
Mein Fazit
Als Krimi würde ich das Buch nicht einordnen, es ist ein sehr anspruchsvoller historischer Roman, in dem der Leser sehr viel über die Zeit des Napoleonkriegs in Lübeck erfährt. Der Autor hat gut recherchiert und hat es geschafft es dem Leser auf unterhaltsame Weise zu vermitteln. das Buch lässt sich flüssig lesen, die Seiten fliegen nur so dahin, auch wenn man sich während des Lesens immer wieder konzentrieren muss und sich seine Gedanken macht wer denn nun töricht ist. Waren es wirklich die törichten Jungfrauen oder waren es in Wirklichkeit die klugen Jungfrauen die töricht gehandelt haben?
Ich kann das Buch ohne Bedenken an alle Leser weiter empfehlen die gerne mehr über historische Hintergründe erfahren möchten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *