Das Haupt der Welt – Rebecca Gablé ***

Für mich war es der erste Roman der Autorin und ich hatte mich sehr darauf gefreut da sie als die Königin der historischen Romane gilt.
Für Frau Gablé war es der erste Roman der auf deutschem Boden gespielt hat. Sehr interessant fand ich die Zeit des 10. Jahrhunderts, da man wenige Romane bekommt, die in dieser Epoche spielen. Die Charaktere des Romans sind weitestgehend historisch belegt und nicht fiktiv. meine Erwartungen waren ziemlich hoch, konnten aber nicht im geringsten erfüllt werden.
Zu keiner der gefühlten 100 Personen konnte ich eine Bindung aufbauen und das hat mir gefehlt. Bei einem Roman möchte ich mitfiebern und an dem Geschehen teilhaben können und das hat sich keinster Weise ergeben. Die ganzen Personen haben dann auch noch jeder Menge Völker angehört. Man muss dann schon ein beachtliches Interesse an der Geschichte haben. Mir persönlich war es zu viel Input, die Hälfte des gelesenen war nach ein paar Zeilen wieder vergessen. Stellenweise ist mir das Buch wie ein Sachbuch über Geschichte erschienen.
Ich hätte das Buch jederzeit zur Seite legen können, ohne das Gefühl zu haben, das ich etwas verpasst habe. Ich habe mich nur durch die fast 900 Seiten gequält weil ich das Buch in einer Leserunde vorab lesen durfte.
Positiv erwähnen möchte ich aber das Frau Gable einen tollen Schreibstil hat und dass das Buch hervorragend recherchiert wurde. Bei der vielen Arbeit die in diesem Buch steckt tut es mir schon fast leid, dass ich das Buch nicht weiter empfehlen kann wenn jemand historische Romane zur Unterhaltung lesen möchte. Mehr als drei Sterne kann ich leider nicht vergeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *