Die Australierin – Ursula Renk *****

Die Australierin – Ursula Renk *****

Ende des 19. Jahrhunderts wächst Emilie auf dem Land in Othmarschen, bei Hamburg auf. Bei dem großen Brand in Hamburg verlieren ihre Tante und ihr Onkel ihr Haus und ziehen zu ihnen aufs Land.
Emilies Mutter, noch von der Geburt des Bruders geschwächt, überlässt der Tante das Zepter. Dann überredet der geschäftstüchtige Onkel Emilies Eltern nach England zu gehen und Emilie bei ihnen in Hamburg zu lassen.
Emilie soll in bessere Kreise verheiratet werden, hat aber schon längst ihre Liebe in dem Kapitän Carl Gotthold Lessing gefunden, für die sie mit allen Mitteln kämpft.

Meinung
Die Geschichte basiert auf realen Personen und erzählt die Lebensgeschichte Emilias von der Kindheit bis zur erwachsenen Frau.
Sehr detailreich und bildhaft schildert Ulrike Renk das Leben zur damaligen Zeit, mit all seinen Standesdünkel und Schwierigkeiten.
Emilia war eine liebenswürdige Person, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Ich habe von Beginn an mit ihr mitgefiebert und am Ende mit ihr getrauert.
Egal ob es um das Leben an Land oder an Bord des Schiffes ging, war ich jederzeit tief in der Handlung verwurzelt.
Einziger Kritikpunkt ist der Titel, da wäre „Die Kapitänsfrau“ angemessener gewesen weil sich nur der kleinste Teil am Ende in Australien abspielt.
Emilia war eine starke Persönlichkeit, die wir mit allen Sehnsüchten und Widrigkeiten kennen lernen durften und ich kann jedem, der sich für Geschichte interessiert, nur empfehlen dieses großartige, emotionale Buch zu lesen.

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