Solange am Himmel Sterne stehen / Kristin Harmel 5/5

Titel und Klappentext lassen eine Liebesgeschichte vermuten, aber dieses Buch ist viel mehr.
Hope ist geschieden und lebt mit ihrer Tochter in Cape Code, wo sie eine Bäckerei betreibt. Hopes Großmutter leidet an Demenz und lebt in einem Pflegeheim, über ihre Vergangenheit ist der Familie so gut wie nichts bekannt. Eines Tages hat sie einen klaren Moment und gibt Hope einen Zettel mit mehreren Namen ,verbunden mit der Bitte, das Hope nach Paris fliegt und die Personen ausfindig macht.
Nach einigem Zögern macht sich Hope auf den Weg nach Paris und was sie dort erfährt ändert alles – die Vergangenheit und die Zukunft.
Bis auf Alain, der Bruder der Großmutter, sind alle im KZ ums Leben gekommen. Hope begibt sich auf die Suche nach ihm und nach und nach setzt sich das Puzzle um das Leben der Großmutter zusammen.
Das Buch hat mich tief berührt und oft konnte ich nur mit feuchten Augen weiterlesen. Kristin Hamel ist es gelungen die Balance zwischen grausamer Geschichte und einer zarten Liebesgeschichte zu finden, wobei das grausame Schicksal überwiegt.
Es gab sehr viele wunderschöne Dialoge, die mir lange im Gedächtnis bleiben werden und die mich tief berührt haben.
Erzählt wird in der Ich Form aus Hopes Sicht, zwischendurch gibt es, in Kursivschrift, Gedanken von Großmutter Rose. Es war spannend zu lesen wie es ausgeht, denn das Ende fand ich vollkommen offen.
Zwischen dieser schonen, traurigen Geschichte gibt es Rezepte zu den Backwaren die Hope in ihrer Bäckerei herstellt un die sich alle lecker anhören.
Für mich war dieses Buch ein absolutes Lese Highlight und das beste was ich in diesem Jahr bisher gelesen habe. Es wird auch schwer sein diese Geschichte zu toppen.

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