Die Schatten von New Orleans / Oliver Becker 4/5

Die Schatten von New Orleans / Oliver Becker 4/5
Cynthia Crane lebt und arbeitet seit ihrer Kindheit im Haushalt der reichen Familie van Buren. Schon als Kind verbringt sie ihre Zeit mit David, dem Sohn des Hauses und so kommt es das sich beide ineinander verlieben. Da die Verbindung unter seinem Stand ist und keine Zukunft hätte, beschießen beide zu fliehen. Die Flucht wird jedoch vereitelt und Cynthia kommt als angebliche Schmuckdiebin in das berüchtigte Gefängnis „Rabennest“. Sie hat es dort sehr schwer bis sie in Big Nose Kay als Freundin gewinnt. Bei einem Brand gelingt beiden die Flucht und sie kommen in Timmy’s Taverne unter. Um für ihre Miete aufkommen zu können, schließt sie sich Hafenpiraten an und gewinnt dort einen neuen Freund. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach New Orleans um sich auf die Suche nach der Familie van Buren, die dorthin Hals über Kopf geflüchtet ist, zu machen und Gerechtigkeit zu erlangen.

Oliver Becker ist der Einzige Autor den ich kenne, der seine historischen Romane in einer zeitgemäßen, und nicht wie bei anderen Romanen dieses Genres, in einer der damaligen Zeit entsprechenden Sprache verfasst. Dies tut der Geschichte absolut keinen Abbruch, er versteht es so die Geschichten zu schreiben das man die Zeit auch so erfasst und sich gut in die damaligen Begebenheiten hinein versetzen kann.
Man bekommt als Leser einen guten Eindruck des Lebens der Zeit um 1870.
Durch seine Beschreibungen , die mir jedoch manchmal zu ausführlich waren, kann man das Leben der Personen, die gut charakterisiert wurden, gut nachvollziehen und miterleben.
Zwischendurch gibt es immer wieder Abschnitte die mit „Der Blinde Mann der alles sieht“ überschrieben sind. Diese Abschnitte geben Rätsel auf. Wer ist dieser eigenartige Mann?
Es gibt noch zwei weitere Rätsel die aber am Ende gut aufgelöst werden. „Der, den du liebst, ist nicht der, den du liebst“ .und „Du bist nicht die, die du bist.“ die sie von einer Wahrsagerin gesagt bekommen hat.
Die Geschichte hat sich sehr gut und flüssig lesen lassen, man wollte immer wissen wie es weitergeht und hat einen das Buch nicht so schnell aus der Hand legen lassen. Einzig vermisst habe ich ein wenig mehr Emotionen, die mir die Protagonisten noch etwas näher gebracht hätten.
Allen die spannende historische Romane gerne lesen sollten sich dieses Buch gönnen.

Unter „Interviews“ hat mir Oliver Becker einige Fragen beantwortet.

http://hessen-liest.smoothdiary.com/?page_id=1423

Eine Antwort auf Die Schatten von New Orleans / Oliver Becker 4/5

  1. Oliver Becker sagt:

    Vielen Dank für die schöne Rezi – und ebenso für das nette Interview! Ich habe mich sehr gefreut :-)

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