Das Haus in der Löwengasse / Petra Schier 4/5

Das Haus in der Löwengasse / Petra Schier 4/5
Pauline arbeitet als Gouvernante in einem Haushalt und wird immer wieder von ihrem Arbeitgeber missbraucht, bis sie von seiner Frau erwischt werden. Pauline wird mit ein paar Habseligkeiten und der Aufforderung aus dem Ort zu verschwinden auf die Straße gesetzt. Mittellos reist sie nach Köln und bekommt dort durch Zufall eine Anstellung als einfache Magd. Dort wird der Textilfabrikant Reuther auf sie aufmerksam und wirbt sie ab. Von nun an arbeitet Pauline als Erzieherin für seine beiden Kinder.
Die beiden verlieben sich ineinander, ohne es sich einzugestehen.
Als Reuthers Fabrik vor dem Ruin steht, muss er sich entscheiden ob er reich einheiratet oder sich für sein Herz entscheidet.
Wieder einmal hat mich Petra Schier mit ihrem Schreibstil überzeugt. Handelt es sich dieses Mal um eine Liebesgeschichte, und nicht um tiefgreifende Handlung wie bei ihrem Hexenschöffen, so hat sie diese aber sehr gut dargestellt ohne kitschig zu werden.
Wie immer in ihren Romanen wurden die Personen sehr gut charakterisiert und man konnte sich sofort in sie hinein versetzen.
Man lernt viel über Etikette und die Umstände des Lebens zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Egal ob es um die Unterschicht oder um die gehobene Gesellschaft ging, man konnte sich alles sehr gut vorstellen und hat mitgelitten.
Ich habe mit Pauline und Julius mitgefiebert und habe mich jederzeit gut unterhalten gefühlt, so dass ich das Buch an einem Nachmittag ausgelesen hatte.

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