Fürchtet euch – Wiley Cash ****

 

In seinem Debut Roman erzählt Wiley Cash die Geschichte um den charismatischen Prediger Chambliss, der sich selbst für den Erlöser hält, und einer abhängigen Gemeinde, die erst schlimmes erfahren muss um aufzuwachen.
Die Hauptrolle in dieser Geschichte spielt der neun Jährige Jess, dessen stummer Bruder Christopher, während eines Gottesdienstes, bei einem angeblichem Heilungsversuch, getötet wird, ohne dass ein Gemeindemitglied hilft.
Da auch bei den Ermittlungen niemand bereit ist etwas zu erzählen, sind dem Sheriff zunächst die Hände gebunden.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven beschrieben. Einmal aus der Sicht des kleinen Jess, dann aus der von Adeleide, der Hebamme des Ortes die aus der Kirche ausgetreten ist, und dann noch aus der Sicht des Sheriffs, dessen Sohn vor ein paar Jahren ums Leben gekommen ist. Diese Mischung fand ich sehr gelungen, da die einzelnen Charaktere aus diversen Richtungen beleuchtet werden, und somit viel mehr Tiefe bekommen haben.
Immer wieder gibt es Zeitsprünge die einen Einblick in die Vergangenheit der einzelnen Personen gewähren. Diese Rückblenden sind nicht immer notwendig für die Weiterführung der Geschichte, geben aber einen guten Eindruck warum die einzelnen Charaktere so geworden sind wie sie sind.
Gegen Ende, als Jess nicht mehr länger schweigen kann, und sich seinem Vater anvertraut, eskaliert das Geschehen und findet einen mehr als tragischen Ausgang.
Stellenweise nicht ganz einfach zu lesen, man musste sich erst an die Zeitsprünge gewöhnen, dafür aber ein Thriller mit Tiefgang, der nachdenklich stimmt.
Jeder der Thriller nicht nur der Gewalt willen lesen mag ist mit diesem Buch bestens bedient.

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