Narun – Ein Ehrenmord ****

 

Narun wächst in Berlin auf und besucht die 10. Klasse als ihre Familie beschlossen hat dass es für sie Zeit ist zu heiraten. In den Ferien fahren sie in die Türkei. Dort wird sie einem Mann versprochen und schon zwei Wochen später findet die Hochzeit statt.
Sie kommt mit dieser arrangierten Ehe nicht klar und ist den westlichen Lebensstyl gewöhnt. Sie flieht mit ihrem kleinen Sohn nach Berlin.
Von ihrer Familie zutiefst gehasst und als Hure verschrien wird sie von ihrem Bruder erschossen.
In dem Buch von Juno Stein wird der Ehrenmord aus der Sicht von sieben verschiedenen Personen beschrieben.
Ihr Bruder versteht nicht dass er dafür bestraft wurde die Ehre der Familie zu retten und ihr Vater der so tief in seinen alten Traditionen verwurzelt ist, dass er darauf noch stolz ist.
Ihre Schwestern und ihre Freundin berichten über ihre Ansichten und wie es dazu kommen konnte.
Bei jedem Kapitel, in dem eine Person über den Ehrenmord berichtet, wechselt der Schreibstil, so dass man sich besser in die jeweilige Person hineinversetzen kann.
Das erste Kapitel fand ich schwer zu lesen weil man deutlich die Zerrissenheit von Duran spürte, was sich in einem wirren Schreibstil ausgedrückt hat. Die anderen Kapitel haben sich dann aber gut und flüssig lesen lassen.
Man hat einen guten Einblick in die Lebens- und Denkweise zweier verschiedener Kulturen erhalten.

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