Das Jahr nachdem die Welt stehen blieb/ Clare Furniss *****

 

Von einer Minute auf die andere ändert sich das ganze Leben der 15 jährigen Pearl. Ihre Mutter stirbt bei der Geburt des Geschwisterchens. Sie hasst die kleine Rose, die von ihr nur Ratte genannt wird und dann soll sie sich auch noch um sie kümmern während ihr Dad auf Arbeit ist.
Pearls Stiefvater, der sie immer geliebt hat wie sein eigenes Kind, ist mit der Situation überfordert und kann Pearl nicht das Verständnis entgegen bringen, dass sie so dringend benötigen würde. Sie fühlt sich zurückgesetzt, unverstanden und ungeliebt.
Pearl zieht sich immer mehr zurück, wird trotzig und aufbrausend. Im Geiste erscheint ihr ihre Mutter, mit der sie Zwiesprache hält, selbst auf sie hat Pearl eine unbändige Wut. Wie konnte sie einfach so gehen?
Nichts und Niemand kann Pearl aufheitern, nicht einmal der Nachbarsjunge Finn, den sie sehr mag, was sie sich aber nicht eingesteht.
Erst nachdem sie ihren leiblichen Vater kennengelernt hat kommt die Wende und Pearl erkennt dass das Leben weiter gehen muss.
Eine Geschichte wie sie jeden Tag, an jedem Ort in der Welt, geschehen kann.
Clare Furniss ist es gelungen dem Leser die Gefühlswelt eines Teanagers nach einem so schlimmen Verlust nahezubringen. Aus jedem Satz spricht die Verzweiflung und die Ohnmacht mit der Trauer fertig zu werden.
Das Buch erscheint in der Kategorie “Kinderbücher”, wo es meiner Meinung nach falsch aufgehoben ist. Es ist ein Buch für Jugendliche und Erwachsene. Jeder der schon einmal einen geliebten Menschen verloren hat wird jeden Satz in diesem Buch unterschrieben können.
Ein Satz hat mir besonders gut gefallen: ” Er hat gesagt dass es Leute gibt, de beim Verlust eines geliebten Menschen ebenfalls sterben. Auf diese Weise bleiben sie diesem Menschen verbunden. Sie hören einfach auf zu leben.”

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