Dornentöchter / Josephine Pennicott ****

Zum Inhalt
Die Geschichte beginnt in einem kleinen tasmanischen Dorf der 30er Jahre. Die Schriftstellerin Pearl hat zwei Töchter, mit denen sie nicht so recht etwas anfangen kann und an denen sie ihre Launen auslässt. Um die Erziehung der beiden kümmern sich meist Maxwell, ihr Mann und ein Kindermädchen. Eines Tages beobachtet Thomassina den Mord an ihrer Mutter, dann geht es in der Gegenwart weiter.
Die Autorin Sadie zieht mit ihrer Tochter, nach der Trennung von ihrem Mann, aus Sidney in das geerbte Haus ihrer Großmutter Pearl und möchte dort deren Tod aufklären. Viele Informationen zu Pearls Leben erhält sie durch ein Manuskript, welches sie von Birdie, einer ehemaligen Freundin von Pearl erhält, die auch Schriftstellerin ist. Schnell wird klar dass Pearl nicht die nette Frau von nebenan war und sie einen ausschweifenden Lebensstil genossen hat, durch den sie sich viele Feinde gemacht hat.
Wer der Mörder war konnte nie festgestellt werden.

Meine Bewertung
Ich hatte mich sehr über den Gewinn des Buches gefreut, da ich Familiengeschichten, besonders mit historischem Hintergrund mag. Anfangs habe ich auch noch mit Begeisterung gelesen, dies hat aber mehr und mehr abgenommen, da mich die Charaktere nicht überzeugen konnten. Sie waren so oberflächlich beschrieben dass ich zu keinem eine Bindung aufbauen konnte.
Schön fand ich den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wobei ich die Teile aus der Vergangenheit lieber mochte da sie interessanter waren, während sich in der Gegenwart eigentlich kaum etwas getan hat.
Der Schreibstil war flüssig und man konnte das Buch schnell lesen, auch wenn es an manchen Stellen doch ziemlich langatmig war.
Nach dem wunderschönen Cover ( mit Ausschnitt im Einband und das Bild setzt sich auf dem Buchdeckel fort) und dem Klappentext, hatte ich mir mehr von dem Buch versprochen. Es fehlte mir an Romantik und Spannung kam so gut wie nie auf. Selbst die Auflösung des Mordes ist dann sehr banal ausgefallen und konnte mich nicht überraschen.
Leider konnte das Buch die Erwartungen nicht erfüllen und hat mich etwas enttäuscht zurück gelassen.
Ich würde 3,5 Sterne vergeben und da dies nicht möglich ist, runde ich auf 4 Sterne auf.

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