Das Haus am Himmelsrand / Bettina Storks *****

 

Auf seinem Sterbebett bittet der Großvater Lizzy Dokumente aus ihrem Anwesen “Rosshimmel” zu holen und damit für Gerechtigkeit zu sorgen.
Bei der Testamentseröffnung ist die Familie dann sehr überrascht, dass der Großvaters den Rosshimmel in den Vogesen an einen fremden vererbt und das Anwesen nicht in der Familie bleibt.
Lizzy ist neugierig geworden und beginnt, gegen den Widerstand der Familie, mit ihren Nachforschungen. Sie findet heraus das die Erben des Rosshimmels die Nachkommen eines Juden sind, der Teilhaber in der Uhrenfabrik ihres Großvaters war. Nur nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen und viel Personen sind dazu notwendig, da jeder Einzelne nur Bruchstücke der Wahrheit kennt.
Das Buch hat mich von Beginn an begeistert und mich tief in die Geschichte eintauchen lassen, so dass ich am liebsten alles am Stück gelesen hätte. Betina Storks hat ein bemerkenswertes Debutwerk abgeliefert, ein Name den ich mir merken werde.
Der Schreibstil war flüssig und mit viel Gefühl, ohne jedoch kitschig zu werden. Die Geschichte war spannend und ich fand sie auch informativ, hat man doch noch einiges zu der Zeit des Nationalsozialismus erfahren.
Der größte Teil der Geschichte spielt in der Gegenwart, dazwischen gibt es immer wieder Rückblenden zur Vergangenheit, die sich durch die kursive Schrift deutlich abheben.
Die Personen wurden sehr gut charakterisiert. Besonders Lizzy und ihr Lebensgefährte wurden sehr gut beschrieben, gerade so als würde man die sie kennen. Lizzy ist eine starke Persönlichkeit sie hat sich auch durch die Wahrheit hinter der Wahrheit nicht blenden lassen und in Kauf genommen das ihr ganzes Leben aus den Fugen gerät.
Ich kann das Buch nur jedem der Bücher mit Tiefgang mag, aber auch gut unterhalten werden möchte, ans Herz legen und eine deutliche Leseempfehlung aussprechen. Es gibt von mir 5 dicke Sterne.

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