Gelähmt ist nicht gestorben / Tom Gschwandtner


Bei einem Autounfall vor 20 Jahren hat sich Tom Gschwandtner den Hals gebrochen. Mit 26 Jahre ist er Querschnittsgelähmt und muss sich zurück ins Leben kämpfen.
Auch seine Lebensgefährtin Gaby wird bei dem Unfall schwer verletzt und muss monatelang en Gipskorsett tragen.
Ich muss sagen dass ich von dem Buch etwas anderes erwartet hatte und vielleicht auch aus diesem Grund skeptisch rezensiere. Sehr ausführlich beschreibt der Autor seine Zeit auf der Intensivstation, der Krankenstation und der anschließenden REHA. Dis tut er mit sehr viel Humor, der alles auflockern sollte, mir aber entschieden zu viel wurde. Ich selbst bin auch ein Mensch mit Galgenhumor und konnte vieles nachvollziehen und darüber schmunzeln, gestört hat mich die Ausgiebigkeit, zum Teil über mehrere Seiten, so dass ich teilweise überblättert habe. Es wirkte auf mich aufgesetzt und nicht mehr echt.
Zwischen Toms Bericht konnte man immer wieder einmal Tagebucheinträge von Gaby lesen, die fand ich dann wesentlich informativer weil sachlich formuliert.
Die eingestreuten Arztberichte waren für einen Laien nicht zu verstehen, zu viel Fachchinesisch. Da hätte Tom lieber in eigenen Worten formulieren sollen welche Folgen der Unfall hatte.
Der Teil über die Genesung war, wenn auch zum Teil informativ, viel zu lang und es folgten am Ende nur noch ein paar wenige Seiten über seinen Zustand nach der Entlassung aus der REHA und wie er zurück ins Leben gefunden hat. Dieser Teil hat mir viel besser gefallen, zumal er sachlich geschildert wurde und nicht fast ins lächerliche Abtrifftete wie seine Krankengeschichte.
Viel neues konnte ich aus dem Buch nicht erfahren und es konnte mich auch leider emotional nicht berühren wie ich es erwartet hatte. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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