Der verbotene Fluss / Susanne Goga


1890 verlässt die junge Gouvernante Berlin um eine neue Stelle in England anzutreten und dort die achtjährige Emily, die vor einem halben Jahr ihre Mutter verloren hat, zu unterrichten. Sie schließt das Mädchen bald in ihr Herz, während der Vater unnahbar bleibt. Der Tod der Mutter ist mysteriös, ihre Leiche wurde nie gefunden und der Vater hat allen verboten über Lady Ellen zu sprechen. Emily kann den Tod nicht verarbeiten und leidet unter Alpträumen, in denen sie Besuch ihrer toten Mutter bekommt. Charlotte weiß nur dass der Tod mit dem Fluss zusammenhängt und beginnt mit Hilfe des Journalisten Tom mit Nachforschungen.
Wie auch schon bei „Der dunkle Weg“ von Susanne Goga war ich sofort in der Geschichte drin, sie schafft es einfach mit ihrem anschaulichen Schreibstil den Leser zu fesseln und eine Stimmung gut zu beschreiben. Über allem liegt eine düstere und geheimnisvolle Stimmung, die mich gefesselt hat.
Die Spuren führen immer wieder ins mystische , die Zeit der Seancen und Geisterfindung, die zu der Zeit in England hochaktuell war, und die von der Gesellschaft der Society for Psychical Research, die es wirklich gab, erforscht wurde. Aber keine Angst, wer mystische Geschichten nicht mag, wie ich auch, sie wird nicht ausgeschlachtet und läuft eher am Rande mit.
Die Protagonisten waren mir sympathisch, auch wenn ich mich bei Charlotte manchmal gefragt habe ob sie sich nicht manchmal den anderen Angestellten gegenüber zu wichtig genommen hat.
Der Spannungsbogen zieht sich gleichmäßig durch die Geschichte und auch wenn man gegen Ende erahnen kann was wirklich geschehen ist, kann man das Buch nicht zur Seite legen bevor auch die letzte Seite gelesen ist.
Gerne werde ich weitere Bücher der Autorin lesen und gebe ein klare Leseempfehlung.

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