Das Mädchen das den IS besiegte / Farida Khalaf ( Andrea C. Hoffmann)


Farida lebt mit ihrer Familie in Kocho, geht gerne zur Schule und möchte später Mathematik studieren um Lehrerin zu werden. Dann brechen unruhige Zeiten an, der IS beginnt Stadt für Stadt für sich einzunehmen. Zunächst glaubt niemand daran dass dies auch in Kocho möglich ist, aber alle haben sich getäuscht. Die Bewohner werden zusammen getrieben und mit LKWs, getrennt nach Männern und Frauen, weggebracht. Während die meisten Männer erschossen werden, beginnt für die Frauen ein wahrer Alptraum mit Misshandlungen und Vergewaltigungen.
Farida erzählt ihre Geschichte über die schlimmste Zeit in ihrem Leben. Zunächst erfahren wir einiges über ihr Leben in ruhigen Zeiten, über ihre Familie, über ihre Religion und wie sie sich von den anderen unterschieden, vor allem auch wie es dem IS gelingen konnte die Überhand zu gewinnen. Diesen Abschnitt fand ich sehr informativ, hat man einiges erfahren was man vorher so nicht wusste.
Nach der Verschleppung ging es dann um die Misshandlungen, die mehr als grausam waren, so dass man sich wundern muss, das es nicht wesentlich mehr Tote gegeben hat. Viele der Mädchen haben sich aus Angst selbst aufgegeben, nicht so Farida, sie hat von Beginn an gekämpft und immer wieder die anderen Mädchen animiert sich ihr anzuschließen. War die Bestrafung auch noch so hart, sie hat niemals aufgegeben, was ich für sehr bewundernswert halte.
Mit den ganzen Misshandlungen ist das Buch schon harte Kost, aber bedingungslos ehrlich, weiß Farida doch dass sie nun als beschmutzt gilt. Eine starke Frau, die bedingt durch ihren Mut, noch viele andere retten konnte.

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