18 Zahlen des Todes / Mia Winter


Leana Meister hat in Afrika ihre Stelle aufgegeben um in Deutschland ihre neue Stelle als Leiterin des Kompetenzcenters in Düsseldorf anzutreten. Sie ist noch nicht richtig aus dem Flieger als sie zu ihrem ersten Mordfall gerufen wird. Der Tote sitzt, zur Schau gestellt, auf einer Parkbank, mit heraus hängendem Geschlechtsteil.
In den folgenden Tagen gibt es, in verschiedenen Städten, immer wieder auf die gleiche Art dargestellte Opfer, die zunächst in keiner Verbindung zueinander stehen.
Leana erkennt schnell, dass die Verbindung in der Vergangenheit zu suchen ist, und mit ihrem Team, das mit den modernsten Mitteln ausgestattet ist, kommen sie der Täterin auf die Spur.
So einen gut durchdachten, intelligenten Thriller habe ich schon lange nicht mehr gelesen, wenn überhaupt. Mia Winter ist es gelungen von der ersten Seite an Spannung aufzubauen, die während des ganzen Buches nicht einmal abflacht, und sich zum Ende hin noch ins fast unerträgliche steigert.
Immer wieder lässt sie Informationen zur Forensik und zu Serientätern einfließen, ohne dadurch den Lesefluss zu lindern, oder das Hauptmerkmal von der Handlung abzulenken.
Personen sind gut dargestellt und besonders Leana und ihre nächste Kollegin, Natalia, haben sehr viel Tiefe, so dass man ihr Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen kann. Insbesondere das Privatleben von Leana wird einfließen lassen, ohne dass es sich in den Vordergrund stellt.
Weit ab von der Massenware Thriller, die man sonst zu lesen bekommt, war die Handlung von Anfang bis Ende schlüssig, Infos zu den Morden gab es häppchenweise, so dass ich trotz der sehr langen Kapitel das Buch in einem Zug gelesen habe und es nicht zur Seite legen konnte. Hut ab vor so viel Schreibkunst.
Die Autorin konnte mich so von ihrer Art zu schreiben überzeugen, dass ich auf jeden Fall auch noch ihr Erstlingswerk „Janusmond“ lesen werde, bevor im Oktober die Fortsetzung von „18 zahlen des Todes“ erscheint.
Das Einzige was ich nicht verstanden habe, war die Zahl „18“ im Titel, die sich mir auch am Ende der Story nicht erschlossen hat.
Sehr gerne würde ich noch einen Zusatzstern vergeben, was leider nicht möglich ist.

Dieser Beitrag wurde unter Krimi und Thriller veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *