Die Ungehörigkeit des Glücks / Jenny Downham


Caroline lebt mit ihren beiden Kindern Kathie und Chris alleine, als sie eines Abends einen Anruf von einer Sozialarbeiterin aus einer Klinik erhält. Sie wird darum gebeten ihre Mutter bei sich aufzunehmen, die gerade ihren Lebensgefährten verloren hat.
Nur widerwillig nimmt sie die Mutter, die sich im Anfangsstadium der Demenz befindet, bei sich auf, denn sie hatten über Jahre keinen Kontakt und Caroline wurde von ihrer Tante aufgezogen.
Kathie ist die Einzige die sich für das Leben der Großmutter interessiert und beginnt damit deren Lebensgeschichte zu erfragen und aufzuschreiben.
Mich hat die Geschichte sehr interessiert, da mir das Thema Demenz aus meiner Familie vertraut ist und ich sehen wollte wie die Autorin dieses Thema verarbeitet und umsetzt.
Bis auf einige langatmige Passagen, finde ich die Umsetzung auch sehr gelungen und das Buch kann man am Ende nicht einfach zuklappen und vergessen, es hallt nach und macht nachdenklich.
Am besten hat mir der Charakter von Kathie gefallen, die ich wirklich für das Leben ihrer Großmutter interessiert hat, und die immer mehr Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary entdeckt hat. Cathie ist nicht begeistert davon und möchte ihre Mutter einfach nur schnell wieder loswerden, bevor die ganze Wahrheit von damals ans Licht kommt.
Darüber erfährt man als Leser in Rückblenden, die von der Großmutter erzählt werden, einfühlsam von Kathie in Erfahrung gebracht. Gerade in diesen Abschnitten ist es der Autorin sehr gut gelungen die Zerrissenheit von Mary darzustellen.
Das Buch stellt das Leben so dar, wie es jeder von uns Lesern haben könnte, nichts wirkt gekünstelt und gerade dies macht es so lesenswert.

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