Rattenfängerin / Claudia Weiss


1713 geht die Pest in Hamburg m und fordert Tausende Menschenleben. Die Kriegsparteien Schweden und Dänemark haben die Stadt abgeriegelt um weitere Pesterkrankungen auszuschließen, wodurch es zusätzlich noch zu einer Hungersnot gekommen ist.
In dieser Zeit wird mit den Ängsten der Menschen gespielt und ein Mächtiger Mann verspricht mit Engelskindern Schutz vor der Seuche.
Dies ist der dritte Band um den Advokaten Hinrich Wrangel und seine Frau Ruth, den man aber ohne Probleme lesen kann ohne die Vorgänger zu kennen.
Es geht gleich im Prolog spannend mit einer Flucht aus dem Kerker los, danach werden die politischen Verhältnisse von Hamburg erläutert, was beim Lesen einiges an Konzentration erfordert. Im Anschluss geht es aber spannend weiter und der angenehme Schreibstil zwingen den Leser Seite um Seite zu verschlingen.
Die Charaktere der Protagonisten wurden sehr gut herausgearbeitet und besonders Ruth war mir sehr sympathisch. Sie war eine, für die damalige Zeit, sehr starke Frau, die auch die Angst vor einer Ansteckung nicht davon abhalten konnte den Ärmsten zu helfen.
Geschickt hat die Autorin wahre Fakten und Fiktion verknüpft und daraus eine spannende und lehrreiche Geschichte gemacht. Den Schrecken der Pest konnte man sich als Leser gut vorstellen und ich habe auch noch einiges über Hamburg und Altona zur damaligen Zeit gelernt.
Alle die gerne historische Romane lesen dürften mit „Rattenfängerin“ unterhaltsame Lesestunden verbringen.

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