Im Spiegel ferner Tage / Kate Riordan 4/5


Alice ist 21 Jahre alt und sehr naiv als sie sich mit einem verheirateten Mann einlässt und von ihm schwanger wird. Da Alice nicht abtreiben lässt und ihrer Mutter zu spät beichtet, bleibt nur die Möglichkeit das Alice solange weggeht bis das Kind geboren ist und dann zur Adoption freigegeben wird. Die strenge Mutter nimmt Kontakt zu Mrs Jelphs, einer ehemaligen Freundin auf, die als Haushälterin, auf Fierecombe arbeitet und bittet sie Alice bis nach der Geburt bei sich aufzunehmen um einem Skandal zu entgehen.
Auf dem düsteren Landsitz entdeckt Alice im Sommerhaus das Tagebuch von Elizabeth um die es ein großes Geheimnis gibt, auf dessen Spurensuche sich Alice begibt. Mrs Jelps, die noch in der Vergangenheit schwelgt schweigt sich aber aus.
Die Story wird abwechseln aus der Sicht von Alice im Jahr 1932 in der Ich Form und von Elizabeth im Jahr 1898 erzählt. Im Grunde genommen geschieht im ganzen Buch nicht viel, die Handlung geht nur sehr langsam voran und hin und wieder werden ein paar Anspielungen über das Geheimnis, das Elizabeth umgibt, gemacht.
Was mich aber sehr gefesselt hat war die wunderschöne bildliche Sprache die mich förmlich in diese Epoche und die vorhandene, oft düstere, Stimmung versetzt hat.
Auch die handelnden Personen wurden sehr liebevoll gezeichnet und gerade bei Elizabeth hat einem die Melancholie und Traurigkeit förmlich angesprungen.
Besser gefallen haben mir aber die Abschnitte um Alice gefallen, dort hat man sehr viel über die Gegend dort erfahren und man konnte die Blumen förmlich riechen und hatte die Talsenke bildlich vor Augen.
Wer gerne düstere Geschichten aus England liest kann mit diesem Buch nichts falsch machen. es lässt sich schnell lesen und der Schreibstil hat mich sofort überzeugt.

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