Der Raub der Stephanskrone / BeateMaly

Nach dem Tod ihres gewalttätigen Ehemanns lebt die junge Witwe Helene Szekeles mit ihrem Sohn Matthias im Haus ihres Vaters, einem Kleinadligen, in Sopron. Nach einem Jahr des Zusammenlebens ist ihr Vater der Meinung das es für Helene an der Zeit ist wieder zu heiraten und schickt sie deshalb mit Matthias nach Wien, wo sie Johann Kottaner, dem Kammerherrn von Andreas Plank, dem Domprobst von Wien, ehelichen soll.
Kaum in Wein angekommen erfährt sie das sie die Erzieherin der Tochter von Herzogin Elisabeth arbeiten soll. Da Elisabeth jedoch vermutet das Helene für Plank spionieren soll möchte sie sie lieber als Vertraute haben und stellt sie gleichzeitig als Kammerfrau ein.
Helene ist dies nur recht, denn so muss sie nicht viel Zeit mit ihrem, bis dato unbekannten, Ehemann verbringen.
Meinung:
Zuerst einmal ist mir aufgefallen das der Klappentext ein wenig irreführend ist, denn hier geht es hauptsächlich um das Schicksal von Helene und der Raub der Stephanskrone und die damit verbundene gefährliche Flucht beschränkt sich auf die letzten 40 Seiten. Dies hat mich aber nicht gestört denn Beate Maly ist es gelungen wahre Begebenheiten und Personen geschickt mit fiktiven zu vermischen. So sympathisch mir Helene war, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, so unsympathisch war mir Elisabeth, der es nur um Macht ging. Fest steht aber das beide sehr eigenständige Persönlichkeiten und damit ihrer Zeit voraus waren.
Mit Helene habe ich mitgefiebert und mit gelitten und ich habe mich für sie gefreut als sich ihr Leben zum Besseren gewendet hat. Bewundert habe ich sie für ihre Loyalität gegenüber Elisabeth, die Helene gegenüber oft unfair und gemein war.
Geschickt hat die Autorin immer wieder geschichtliche Fakten in die Lebensgeschichte der beiden Frauen mit einfließen lassen und auch die Lebensumstände wurden gut dargestellt, so dass man als Leser ein klares Bild davon hatte wie das Leben im 15. Jahrhundert war. Für meinen Geschmack war dies gerade die richtige Mischung, denn allzu politische Romane lese ich nicht so gerne.
Der Roman hat mich bestens unterhalten und ich fand alles so flüssig und spannend geschrieben, das ich das Buch fast in einem Rutsch ausgelesen habe.

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