Bis ans Ende der Geschichte / Jodi Picoult 4/5

Die Bäckerin Sage verliert bei einem Autounfall ihre Mutter und wird selbst durch eine große Narbe im Gesicht entstellt, daher lebt sie sehr zurückgezogen. Sie besucht eine Trauergruppe und lernt dort den über 90 jährigen Joseph kennen und freundet sich mit ihm an.
Er beginnt ihr sein Geheimnis zu erzählen denn er ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Er war bei der SS und hat zahllose Menschen ermordet.
Sage weiß nicht ob sie das Geheimnis für sich behalten soll oder ob Joseph dafür bestraft gehört. Sie ist von dem gehörten so gefangen dass sie immer wieder bei ihrer Großmutter, einer Jüdin nachhakt um deren Geschichte zu erfahren, um die immer ein großes Geheimnis gemacht wurde.
Das Thema Nationalsozialismus ist kein neues und dennoch fesselt es mich immer wieder, auch wenn es mich immer wieder abstößt und mir eine Gänsehaut beschert. Mir gefällt die Herangehensweise der Autorin sehr gut denn sie beleuchtet ein Thema immer von mehreren Seiten.
Hier berichtet Joseph von seiner Zeit bei der SS und Sages Großmutter Minka beleuchtet diese Zeit aus ihrem Blickwinkel. Es ist nicht einfach die Geschichte der Beiden zu lesen, sehr hart und sehr emotional möchte man das Buch des Öfteren einfach zur Seite legen.
Streckenweise hat die Story aber ihre Längen und ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan.
Ein Buch das zum Nachdenken über Schuld und Sühne anregt. Waren, zumindest einige der Täter, nicht auch Opfer? Mussten sie so handeln um ihr eigenes Leben zu schützen? Macht sie dieses Wissen zu besseren Menschen?
Wie die meisten Bücher von Judi Picoult wird auch dieses noch eine Zeitlang nachwirken.

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