Ich lass dich nicht los / Madeleine Reiss


Bei einem Familienausflug an den Strand verschwindet der fünf jährige Charlie spurlos und taucht nicht wieder auf. Die Ehe von Carrie zerbricht daran und auch drei Jahre später kann sie an nichts anderes denken als an ihren verschwundenen Sohn. Um sich abzulenken eröffnet sie zusammen mit einer Freundin einen Laden.
An dem Tag des Verschwindens von Charlie war die alleinerziehende Molly mit ihrem Sohn Max am Strand und drei Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder als Molly ein gemaltes Bild im Laden in Kommission geben möchte. Ihr Sohn Max spricht immerzu von seinem Fantasiefreund Charlie. Zur Katastrophe kommt es als Molly´s gewalttätiger Ex-Mann wieder auftaucht.
Titel und Klappentext haben eine spannende und emotionale Geschichte erwarten lassen, meiner Meinung nach ist beides nicht eingetroffen, besonders die ersten 200 Seiten fand ich sehr langatmig da sehr viel über banales geschrieben wurde und das Verschwinden von Charlie nur eine Nebenrolle gespielt hat. Danach nimmt das Geschehen etwas an Fahrt auf, was aber mehr Molly und ihrem Ex–Mann zu zuschreiben ist.
Das Carrie mit Hilfe eines Mediums ihren Sohn wieder finden möchte liest sich ganz interessant, wurde aber auch sehr ausschweifend erzählt.
Insgesamt konnte mich die Geschichte auch nicht sonderlich berühren und mir hat es viel zu lange gedauert bis es spannend wurde. Zu Gute halten kann man der Autorin dass sie einen angenehmen Schreibstil hat, der sich schnell und flüssig lesen lässt.
Wer gerne ruhige Frauenromane ohne allzu viele Emotionen liest, der fühlt sich mit diesem Buch bestimmt gut unterhalten.

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