Die Schwestern von Sherwood / Claire Winter 4,5/5

1948 in Berlin bekommt die Journalistin Melinda ein geheimnisvolles Päckchen mit Liebesbriefen, Bildern und einer wertvollen Schachfigur zugestellt, nichts verrät wer der Absender ist. Melinda hat aber den Verdacht das alles etwas mit ihrer englischen Großmutter zu tun hat. Da passt es das in ihrer Redaktion Mitarbeiter gesucht werden die auf eine Fortbildung nach England reisen möchten.
1881 haben sich die Sherwood´s von der Unterschicht hochgearbeitet und sind zu erheblichem Reichtum gekommen, werden aber von der Oberschicht nicht anerkannt. Das ist besonders der Mutter ein Dorn im Auge, die unbedingt dazu gehören möchte. Sie setzt alles daran ihre Tochter Cathleen mit Edward in den Adel zu verheiraten, nichts ahnend das ihre taube Tochter Amalia in den gleichen Mann verliebt ist.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen aus der Sicht von verschiedenen Personen mit viel Gefühl erzählt. Melina begibt sich am Wochenende immer auf die Suche nach den Spuren ihrer Vergangenheit und stößt dabei auf die Legende der Sherwood Schwestern, die beide auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen sein sollen.
Die bildhafte Sprache der Autorin und die gute Charakterisierung der Protagonisten lässt den Leser mit fiebern und an der Geschichte teilhaben. In der ersten Hälfte hatte es mich noch nicht so richtig gepackt aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Personen, Ort und Handlung erscheinen real und haben viele Gefühle von Trauer bis Zorn in mir hervorgerufen.
Ein wirklich toller Debüt Roman den man ich nicht entgehen lassen sollte wenn man auf Geschichten über Familiengeheimnisse steht.
Ich vergebe 4,5 Sterne.

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