Der 5- Minuten Killer / Paul Cleave 3,5/5


Kelly Summers wird von ihrem Nachbarn vergewaltigt und schwer misshandelt. Der Täter wandert dafür in den Knast, wird aber wegen guter Führung frühzeitig entlassen. Er arbeitet an einer Tankstelle an der sein ehemaliges Opfer tankt. Er verfolgt sie und dringt in ihr Haus ein. Kurz bevor er sich erneut an ihr vergeht kommt unerwartete Hilfe – Der 5 Minuten Killer schlägt den Angreifer bewusstlos und gibt Kelly 5 Minuten Zeit sich an ihrem Peiniger zu rächen. Um seine Ermordung zu vertuschen werfen sie ihn vor einen Zug….
In Paul Cleaves achtem Thriller geht es um Selbstjustiz. Detektive Theodore Tate ermittelt mit seiner neuen Partnerin in Christchurch und nachdem es zu weiteren Fällen dieser Art gekommen ist hat er auch einen Verdacht, kann aber zunächst nichts beweisen.
Das seine Kollegen fast alle schwere Verletzungen davon getragen haben wirkt ein wenig unglaubwürdig.
Die Personen werden gut charakterisiert, sind mir jedoch alle ziemlich fremd geblieben, was an der emotionslosen Art der Beschreibung liegt.
Ich fand das Thema spannend und auch ziemlich glaubwürdig erzählt. Man muss jedoch Cleaves Schreibstil mögen. Er schreibt ziemlich ausführlich, was hin und wieder die Spannung hemmt. Ein paar Seiten weniger würden mir persönlich besser gefallen.
Ebenso spannungsmindernd fand ich das man den Täter schon sehr früh kennt.
Das Buch regt ein wenig zum nachdenken an. Ist es gerecht das ein Opfer seinen Täter ebenso grausam rächen darf?
Ich vergebe 3,5 Sterne für das interessante Thema. Abzug gibt es für die emotionslose Schreibweise die mich mit den Personen nicht hat mitleiden lassen.

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