Das Kind das nachts die Sonne fand / Luca Di Fulvio 5/5

Ich habe alle Bücher von Luca Di Fulvio gelesen und finde seine Werke einfach nur sensationell gut. Nach seinem traumhaft schönen Debüt „Der Junge der Träume schenkte“ konnte mich „“Das Mädchen das den Himmel berührte“ nicht so fesseln und daher war ich gespannt auf den Nachfolgeband. Meine Sorge war unberechtigt, denn mit seinem dritten Buch hat er voll abgeliefert und konnte sich noch einmal steigern, dieses Buch hat mir bisher am besten von allen gefallen.
Marcus, der zukünftige Fürst von Raühnval wächst wohlbehütet mit seiner Familie auf, als die Burg überfallen wird, und alle bis auf ihn ums Leben kommen. Eloisa, die Tochter der Hebamme, hat ihn aus den Flammen gerettet. Beide verstecken den kleinen Fürsten über Monate in ihrer Hütte, bis die Gefahr gebannt ist und er als Mikael in der Dorfgemeinschaft aufwächst.
Das gesamte Dorf hat unter dem neuen, grausamen Fürsten Ojsterning zu leiden. In Mikael reift der Plan seine Eltern zu rächen und dafür zu sorgen das sein Volk in Freiheit leben kann.
Die Geschichte hat mich von Beginn an gefesselt, die Figuren sind so gut gezeichnet das einem alles sehr real erscheint. Man erfährt viel über die Grausamkeiten dieser Zeit und der Autor hat einen sehr bildhaften Schreibstil, daher sollten Leser mit schwachen Nerven vielleicht eher aufs lesen verzichten. Das Buch erzählt aber auch von Wünschen, Hoffnung, Zusammenhalt und Liebe.
Es gibt nicht zu viele Charaktere, dafür wird viel Wert auf eine ausgereifte Handlung gelegt, die sehr real geschildert wird. Es hat mir großen Spaß gemacht die Entwicklung eines kleinen schwachen Jungen zu verfolgen, der zu einem starken, gerechten Mann heranwächst. Die 830 Seiten sind wie im Flug gelesen, ohne das mich auch nur eine Seite gelangweilt hätte, eher im Gegenteil, es hätten gerne noch ein paar Seiten mehr sein dürfen.
Zugegeben das die letzten Seiten ein wenig kitschig waren, das hatte ich auch nicht anders erwartet und deshalb gibt es dennoch gute 5 Sterne.

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