Die stille Kammer / Jenny Blackhurst 5/5

Susan soll ihren acht Monate alten Sohn erstickt haben, kann sich jedoch an nichts erinnern. Es kommt zur Verhandlung und Susan wird für vier Jahre in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, wo Cassie die Freundschaft mit ihr sucht. Nach der Entlassung ziehen beide in einen kleinen Ort und Susan ändert ihren Namen und hat mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen. Ihr Mann Marc hat sich von ihr scheiden lassen.
Plötzlich bekommt sie Kinderfotos und Zeitungsausschnitte untergeschoben und dann taucht auch noch Nick, ein Journalist auf. Ihr Haus wird verwüstet und in einem Fotoalbum sind plötzlich Bilder die angeblich ihren Sohn im jetzigen Alter zeigen.
Nach und nach beginnt Susan am Tod ihres Sohnes zu zweifeln und macht sich mit Nick zusammen auf die Suche nach ihm, dabei geraten beide in Lebensgefahr.
Den Namen Jenny Blackhurst muss man sich merken, sie hat ein rasantes Debut hingelegt. „Die stille Kammer“ ist ein Psychothriller der Extraklasse den man unbedingt lesen sollte.
Der Spannungsbogen steigert sich von Seite zu Seite. Es kommen immer mehr Zweifel auf ob Dylan wirklich Tod ist und auch bei den Personen weiß man bald nicht mehr wem man noch trauen kann. Alle verhalten sich ab und zu mehr als merkwürdig so dass man an ihren Absichten zweifelt. Ist Cassie wirklich die gute Freundin, ist Nick wirklich der Journalist der nur helfen möchte, und welche Rolle spielt Marc, ihr Exmann? Warum hat Susans Anwältin wichtige Beweise nicht vorgebracht? Nichts ist wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint.
Neben dem Haupthandlungsstrang in der Gegenwart gibt es einen zweiten Strang indem die Leser etwas über eine Clique in der Vergangenheit erfahren. Es gibt einen der das Sagen hat und die anderen manipuliert, doch was hat das mit dem Fall in der Gegenwart zu tun?
Immer wieder führt uns die Autorin auf eine falsche Fährte, es gibt Fragen über Fragen bis sich alles in einem rasanten Finale aufklärt.
Leser die unblutige Spannung lieben sollten sich diesen Psychothriller auf keinen Fall entgehen lassen.

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