Tochter der Elbe / Ricarda Jordan ****

Die Handwerkstochter Hilke lebt in Friedrichsdorf, und ist mit Jens verlobt, der auf der Walz ist, als das Dorf von einer Flut zerstört wird.
Hilke flieht mit Hein, dem ehemaligen Lehrling ihres Vaters, um sich auf die Suche nach Jens zu machen. Hein ist seit einem Sturz vom Kirchturm gelähmt und viele sind erbost, das gerade er überlebt hat.
Auf ihrer Flucht geraten sie in einen Krieg und begegnen dort in einem Lager dem König.
Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und hat sich zügig lesen lassen. Immer wieder geschieht etwas, so dass man ständig am mit fiebern ist. Die Personen sind alle, auch die Nebenfiguren, sehr gut beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Auch das Leben der damaligen Zeit wurde gut recherchiert und man kann sich als Leser gut in die Lage der Personen hinein versetzen, egal ob es um die Handwerker oder um das Leben am Königshof ging.
Die Sprache ist sehr bildhaft und man fühlt sich in die damalige Zeit versetzt.
Wurde anfangs alles sehr ausführlich beschrieben, ohne Langeweile aufkommen zu lassen, so haben sich die Ereignisse im letzen Drittel förmlich überschlagen und haben keinen Raum mehr für nähere Beschreibungen gelassen. Dadurch wirkte auch einiges unglaubhaft.
Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen und er hat mich gut unterhalten.

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