Die Holunderschwestern / Teresa Simon


Katharina Raith hat sich ihren Traum erfüllt und hat zusammen mit ihrer Freundin Isabelle eine Restaurationswerkstatt in München eröffnet. Eines Tages steht der Engländer Alex Bluebird vor ihrer Tür und übergibt ihr die wertvollen Tagebücher ihrer Urgroßmutter Funny, die sich als Köchin einen Namen gemacht hat. Die Tagebücher reichen bis 1918 zurück.
Isabelle ist hauptsächlich unterwegs um alte Fundstücke zu ergattern, darunter eine alte, komplette Ladentheke, die noch eine wichtige Rolle spielen wird.
Fanny ist alleine nach München gezogen um dort bei einer jüdischen Familie als Köchin zu arbeiten, während ihrer Zwillingsschwester Fritzi zu Haus vor Sehnsucht vergeht und die ihrer Schwester bald nachreist. Von da ab kommt es zu einer fatalen Ereigniskette.
Die Erzählstränge wechseln immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit, ich könnte nicht sagen welcher Teil mir besser gefallen hat. Der ganzen Geschichte mangelt es nicht an Spannung und man möchte das ganze Buch am liebsten in einem Rutsch lesen. Ein wenig gestört an dem Buch hat mir nur die schriftweise in Kursiv, die sehr häufig vorgekommen ist, und die ich schlecht lesen kann.
Vom Thema und der Schreibweise her konnte mich die Story Voll und ganz überzeugen und ich kann es nur jedem weiter empfehlen der gerne Geschichten liest, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit spielen.

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Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin / Tania Kambouri


In ihrem Buch berichtet die gebürtige Griechin über ihre Alltag al Polizistin auf Deutschlands Straßen. Es geht um die zunehmende Respektlosigkeit und Gewalt.
Vor knapp zwei Jahren hat sie einen Brief veröffentlicht, der anderen Polizisten aus der Seele spricht, aber leider hat sich seit da nur sehr wenig, bis nichts verändert. Dem Buch kann man sehr viele Informationen entnehmen, mit denen man niemals gerechnet hätte. Der Schreibstil ist locker und Frau Kambouri berichtet auch immer wieder über sich selbst, was ihr meine Bewunderung einbringt.
Solange sich in der Politik nichts tut, kann auch von Seiten der Polizisten nicht viel übernommen werden und dies ist anhand der aktuellen Flüchtlingskrise fatal.
Ein Buch das ich nur weiter empfehlen kann und das jeder einmal lesen sollte um zu erkennen was in unserem Staat wirklich schief läuft.

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I Am Death – Der Totmacher / Chris Carter


Gleich vorweg kann ich schreiben dass Chris Carters siebter Band für mich zu dem bisherigen Jahreshighlight im Bereich Thriller gehört. keiner versteht es wie er von der ersten Seite an Spannung aufzubauen und diese dann noch bis zum Ende ins fast unerträglich zu steigern.
Vor dem Airport in Los Angeles wird eine übel zugerichtete Leiche gefunden, die das Ausmaß dessen was Hunter und Garcia bisher gesehen haben bei weitem übersteigt.
Nur kurz darauf wird eine zweite Frauenleiche gefunden, die aber einen ganz anderen Modus Operanti aufweist. Gäbe es da nicht den Hinweis „Ich bin der Tod“ wären die beiden Fälle nicht als zugehörig angesehen worden.
Den beiden Ermittlern ist klar, dass das Morden weitergehen wird.
In einem weiteren Handlungsstrang geht es um einen Jungen, der von dem Mörder gefangen gehalten und gequält wird.
Der Mörder ist hochintelligent und plant alles bis ins letzte Detail, ihm unterlaufen keine Fehler. Die einzigen Hinweise, durch die man ihm auf die Spur kommen kann, kommen durch seine Briefe, die er zunächst an den Bürgermeister, und dann an die Ermittler selbst verschickt.
Man merkt bei jeder Zeile das Crater sein Handwerk versteht, nicht nur sein flüssiger Schreibstil überzeugt, nein mir gefallen auch sehr gut die Beschreibungen zur Ermittlungsarbeit und zu Autopsien sehr gut, die er immer wieder einfließen lässt. Bei vielen Schriftstellern lenkt dies vom Fall ab, hier ist das niemals der Fall und man lernt etwas dabei und liest ganz gebannt weiter.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Band sieben der Reihe, allerdings sollte man schon etwas abgehärtet sein, da es doch sehr detailreiche und brutale Beschreibungen gibt.

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Meinen Hass bekommt ihr nicht / Antoine Leiris


Antoine passt zu Hause auf seinen 17 Monate alten Sohn Melvil auf während seine Frau das Konzert in Bataclan besucht. Zuerst bekommt er nur am Rande in den Nachrichten mit was geschehen ist. Als er es voll erfasst, versucht er mehrfach seine Frau zu erreichen und nachdem mehrere Verwandte eintreffen um sich um seinen Sohn zu kümmern, fährt er auf der Suche nach ihr, los.
Wieder zu Hause beginnt er auf Facebook seine Gedanken und Gefühle zu posten, die mich jetzt beim Lesen sehr bewegt haben.
So schreibt er z. b. auf Seite 60:
„Ihr wollt das ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger misstrauisch beobachte, das ich meine Freiheit der Sicherheit opfere, Verloren. Der Spieler ist noch im Spiel.
Ich habe sie heute Morgen endlich gesehen. Nach Nächten und Tagen des Wartens. Sie war genauso schön wie am Freitagabend, als sie ausging, genauso schön wie damals, als ich mich vor mehr als zwölf Jahren unsterblich in sie verliebte. Zugegeben, der Kummer zerreißt mich, diesen kleinen Sieg habt ihr errungen, aber er wird von kurzer Dauer sein. Ich weiß, dass sie jeden Tag bei uns sein wird und dass wir uns in jenem Paradies der freien Seelen wiederbegegnen werden, zu dem ihr niemals Zutritt haben werdet.“
„………und sein ganzes Leben lang wird dieser kleine Junge euch beleidigen, weil er glücklich und frei ist. Dann nein, auch seinen Hass bekommt ihr nicht.“
Ich denke dieser Ausschnitt sagt mehr als tausend Worte. Ein sehr berührendes und ehrliches Buch das teilweise nur schwer auszuhalten ist.

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Die Wahlfängerin / Ines Thorn

Mir hat der historische Roman von Ines Thorn sehr gut gefallen. Anfangs fand ich die Geschichte noch nicht ganz so interessant, lies hat sich aber sehr schnell gegeben und ich war mitten drin im Geschehen.
In der Geschichte aus dem 18. Jahrhundert spielt Maren, die mit ihrer Familie in Rantum auf Sylt lebt, die Hauptrolle. Seit ihrer Kindheit kennt sie Thies von Heinen, in den sie auch verliebt ist, und bald steht fest das sie heiraten werden.
doch dann kommt alles ganz anders, der mächtigste Mann der Insel, Kapitän Rune Boys, hält um ihre Hand an. Maren lehnt entschieden ab, doch dann zerstört ein schwerer Sturm ihr Haus und sie ist auf den Kapitän angewiesen, der ihrer Familie als einziger einen Kredit gewähren kann. Da es nicht gelingt den Kredit zurück zu zahlen fordert der Kapitän Maren auf mit ihm auf -walfang zu gehen.
Ist das Buch auch nicht in einer historischen Sprache geschrieben, so fällt es einem durch die schönen Beschreibungen nicht schwer sich Sylt im 18. Jahrhundert vorzustellen.
Maren ist für die damalige Zeit eine sehr selbstsichere und starke Frau, die es versteht ihren Willen durch zu setzen, auch wenn sie spät erkennt das ihr Weg nicht der Richtige war.
Rune Boys bleibt von Beginn an ein undurchsichtiger Mann, den man nicht durchschauen kann, und gerade dies macht die Geschichte von Seite zu Seite spannender. Ab der Mitte fliegen die Seiten nur so dahin und ich konnte das Buch bis mitten in der Nacht nicht mehr zur Seite legen, bis ich es zu Ende gelesen hatte.
Eine klare Leseempfehlung für diesen unterhaltsamen Roman.

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Das Versprechen der australischen Schwestern / Ulrike Renk

Nachdem schon die ersten beiden Teile “ Die Australierin“ und „Die australischen Schwestern“ alle Emotionen in mir hervorgerufen haben, so war dies auch bei ihrem dritten und abschließenden Band „Das Versprechen der australischen Schwestern“ wieder der Fall.
Die Lebensgeschichte um die Lessings die in Hamburg begonnen hat, und sich dann hauptsächlich in Australien fortgesetzt hat, ist wieder wie ein Film vor meinen Augen abgelaufen weil es Ulrike Renk mit ihrem tollen Schreibstil schafft dieses Kopfkino zu erzeugen. Man freut sich genauso mit, wie man mitleidet.
Anfangs hatte ich zwar ein wenig Schwierigkeiten mit den vielen Namen und musste erst einmal wieder reinkommen, was aber sehr schnell der Fall war und das obwohl die Großmutter neun Kinder hatte und diese dann wieder bis zu sechs Kindern. Man hat sie aber während des Lesens alle schnell in sein Herz geschlossen. Schön fand ich das der Kontakt zu ihrer Schwester, die mit sechs Jahren nach Deutschland musste, nie abgebrochen ist, und sie immer über Briefe in Kontakt geblieben sind.
Sehr gut fand ich auch das man wieder einiges über die Aborigines und das Projekt Protaction Act über sie zu lesen gab, genauso wie das Thema Homosexualität nicht unerwähnt blieb. Der erste Weltkrieg spielte eine Rolle, wurde aber nur am Rande erwähnt, was ich gut fand.
Der Autorin ist es gelungen einen wunderschönen Roman zu schreiben indem eine wahre Geschichte mit fiktiven Elementen verbunden wurde. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Das Buch lässt sich zwar auch als Einzelband lesen, ich würde dennoch empfehlen erst die Vorgänger zu lesen, schon alleine deshalb weil man sich sonst zwei wunderschöne Bücher entgehen lässt.

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Shopaholic & Family / Sophie Kinsella

Im achten Buch von Sophie Kinsella geht es darum das sie ihren Vater wieder findet. Die Suche nach im führt sie von LA nach Las Vegas. In diesem Band geht es ausnahmsweise einmal nicht ums shoppen, was aber nichts damit zu tun hat das mich dieses Buch in keinster Weise überzeugen konnte. Alles war stark überzeichnet und sehr oft wirkte die Handlung an den Haaren herbei gezogen. Ich fand die Geschichte einfach nur nervig. Manchmal ist es eben doch besser auf einen weiteren Band zu verzichten wenn dem Autor nichts mehr einfällt und Seiten nur mit sinnlosem und langweiligem füllt. Mit drei Sternen ist das Buch noch gut bewertet.

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Die Witwe / Fiona Barton

Die zweijährige Bella Elliot verschwindet aus dem Garten als ihre Mutter sie nur für kurze Zeit zum spielen dort alleine lässt. Entführt wurde sie offenbar von einem Fahrer eines blauen Lieferwagens. Schnell fällt der Verdacht auf Glen Taylor, der Kinderpornografie auf seinem Rechner hat, außerdem ist er in Pädophilen-Foren unterwegs. Seine Frau Jean ist felsenfest von seiner Unschuld überzeugt, während die Presse ihn Jagd wie ein Monster.
Die Polizei kann ihm jedoch nichts nachweisen und er wird schließlich freigesprochen, was die Presse aber nicht davon abhält das Haus weiter zu belagern und den Taylors das Leben zur Hölle zu machen. Selbst nach seinem Tod, vier Jahre später, wird Jean von der Journalistin Kate Waters zu einem Exklusiv Interview gedrängt und es stellt sich immer mehr die Frage was die Witwe wirklich gewusst hat.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Als Leser lernen wir die Sichtweisen der Witwe, des Polizisten und der Journalisten kennen, was das Ganze noch spannender macht.
Aus Sicht der Witwe erfahren wir wie es ist mit so einem Menschen zusammen zu leben. Ist dies überhaupt möglich oder sollte man einen solchen Mann lieber verlassen? Zu Beginn der Geschichte erzählt sie wie froh sie ist ihn nach diesem Unsinn los zu sein. Man erfährt aber erst gegen Ende was sie damit gemeint hat.
Die Journalisten wittern ihre Chance auf eine große Story und die Polizei möchte den Fall natürlich so schnell wie möglich aufklären.
Gekennzeichnet ist das Buch als Roman, es liest sich jedoch eher wie ein Krimi, der ohne blutige Details auskommt. Hin und wieder haben die Schilderungen, insbesondere der Polizeiarbeit, ihre Längen, im Großen und Ganzen zieht sich die Spannung jedoch durch das ganze Buch. Auch erfährt man erst am Ende ob die kleine Bella noch am Leben ist.
Der Schreibstil hat mir gefallen und das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Für einen Debüt Roman ein gelungener Auftakt.

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Mein Tod ist dein / Debbie Howells


Die 18 jährige Rosie ist verschwunden und wird nach einigen Tagen erstochen im Wald, unter Laub bedeckt, aufgefunden. Kate, eine Nachbarin steht der Mutter der ermordeten bei und lernt so nach und nach die Familie besser kennen, von der sie vorher kaum etwas gewusst hat. Kate ist sehr naiv und nimmt viele Zeichen gar nicht wahr, am Ende erhält sie sogar selbst Briefe mit Morddrohungen.
Mich konnte das Buch auf keiner Seite fesseln, schon einmal deshalb weil ich mit keiner der Personen eine Verbindung aufbauen konnte. Im Grunde war es mir ganz egal was mit ihnen passiert. so habe ich mich Seite für Seite durch das Buch gequält weil ich füe mich die Regel aufgestellt habe mindestens 100 Seiten zu lesen bevor ich entschiede weiterzulesen oder abzubrechen Hier hätte ich gerne meine Regel gebrochen und auf Seite 58 zugeklappt. Was ist das für eine Logik wenn ein Mädchen, unter Laub begraben aufgefunden wird, und Rose mit ihrem Mann überlegt wie Rosie zu Tode gekommen ist. „Sie könnte hingefallen sein, sie hatte einen tödlichen Herzanfall, sie hat sich den Knöchel verknackst.“ Tja nach dieser Todesursache hat sie sich dann selbst unter dem Laub vergraben. 
Bei so viel Logik vergeht mir echt die Lust am weiterlesen. Ich habe mich aber an meine 100 Seiten Regel gehalten und danach noch quer gelesen weil ich wissen wollte wer der ein Mörder ist, besser wurde die Geschichte aber nicht. Für mich war es pure Langeweile und hatte nichts mit einem Psychothriller zu tun. Ein Buch dem man seine Zeit nicht widmen muss.

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Lieblingstiere zum häkeln / Isabelle Kessedjian


In dem Buch lernen wir verschiedene Tiere wie, Den Bären, den Waschbären, den Fuchs, das Rentier und den Wolf aus dem Wald kennen. Auch verliebte Pärchen, wie einen Koala und einen Panda dürfen wir nacharbeiten, genauso wie kleine Schweinchen, einen Küchenchef samt Metzger und Jungkoch. Fehlen darf auch nicht die niedliche Hasenmama mit ihrem Nachwuchs.
Kinder werden sich sehr über diese vielseitigen kleinen Häkelfiguren freuen und damit sie auch alle zusammen mitnehmen können, gibt es zu guter Letzt noch eine Anleitung für einen großen Rucksack, in dem sich problemlos alles verstauen lässt.
Zu Beginn der Anleitung werden die einzelnen Maschenarten erklärt, so das auch Anfänger die hübschen Tiere ohne Probleme nacharbeiten können.
Es wird auch erklärt wie man Das Garn wechselt, die Fäden vernäht, in Runden arbeitet oder wie man zu- bzw. abnimmt. Desweiteren wird vorgeschlagen welche Wolle für die Figuren verwendet wurde, woran man sich aber nicht halten muss, und wunderbar Reste der gleichen Stärke verwenden kann.
Hosen, Mützen, Pullover, Schal, Halstuch und Rucksack kann man auch sehr gut kombinieren, so dass die niedlichen Tiere immer wieder ein anderes Aussehen bekommen.
Die Anleitungen sind sehr verständlich und machen es auch Anfängern leicht ihren Kindern mit diesen Figuren eine Freude und viele unbeschwerte Spiel und Kuschelstunden zu bereiten.
Besonders gut gefallen hat mir der große Rucksack, den man auch für andere Dinge nacharbeiten kann um Ordnung, nicht nur im Kinderzimmer, zu sorgen.
Das Buch kann ich gerne weiterempfehlen und ich werde es bestimmt immer wieder einmal zur Hand nehmen, um die Tiere, auch in abgewandelter Form nachzuarbeiten.
Ich wünsche schon mal allen viel Spaß beim häkeln.

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